11.12.17
20:15 Uhr

Usinimage

DE, 1987, 10 min

  • R : Ulrike Ottinger
  • V : arsenal – Institut für Film und Videokunst

Dokumentarisch gefilmte Industriearchitektur und Stadtlandschaften Berlins werden montiert mit Spielfilmszenen aus Ulrike Ottingers Berlintrilogie : Bildnis einer Trinkerin, Freak Orlando, Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse.

Bildnis einer Trinkerin

DE, 1979, Farbe, 107 min, Sprache: deutsch, 35mm, FSK: ab 6 Jahren

  • B,R&K: Ulrike Ottinger
  • S: Ila von Hasperg
  • M: Peer Raben, Nina Hagen
  • D: Tabea Blumenschein, Christine Lutze, Magdalena Montezuma, Orpha Termin, Nina Hagen, Kurt Raab, Eddie Constantine, Ulrike Ottinger u.a.
  • V: arsenal – Institut für Film und Videokunst

Eine namenlose Reisende – reich, kühl, exzentrisch – löst im Pariser 16. Arrondissement ein Ticket aller jamais retour nach Berlin-Tegel, um in einem Akt der bewussten Selbstzerstörung ihrer einzigen Passion nachzugehen : »trinken, leben um zu trinken, trinkend leben« (Drehbuchauszug). Ihr entgegengesetzt wird eine hoffnungslose, verarmte Trinkerin, die sich durch die Nächte am Bahnhof Zoo zu schlagen versucht.

Ulrike Ottinger erkundet in einer Topographie des haltlosen Saufens das Berlin der späten 1970er und lässt in diesem ersten Teil ihrer Berlin-Trilogie nebst durstigen Protagonistinnen auch Menschen der Stadt erscheinen. Dank der Sondergenehmigung der Regisseurin dürfen wir diese schrill-düstere Sauftour durch die Hauptstadt sogar auf 35mm genießen. [lk]